Mit strukturierten Daten zu besseren Rankings

Mit Schema.org Rich Snippets erzeugen

Wer sich einmal die möglichen Auszeichnungen auf schema.org ansieht, verliert schnell die Lust sich in diese Thema einzuarbeiten. Die Möglichkeit Daten auf der eigenen Website zu strukturieren, bietet aber große Vorteile im Bereich Suchmaschinenoptimierung. Neben einer verbesserten Platzierung in den Suchergebnissen verhelfen die zusätzlichen Daten außerdem zu sogenannten Rich Snippets. Suchmaschinen zeigen darin weitere Informationen an, die dem Benutzer die wesentlichen Merkmale einzelner Ergebnisse präsentieren. Neben Produktbeschreibungen und -preisen können darin Veranstaltungen, Personen oder sogar Bilder enthalten sein. Das Suchergebnis hebt sich dadurch nicht nur von den anderen ab, sie werden auch, unabhängig von ihrer Position, als relevanter wahrgenommen. 

Inhalte mit Bedeutung versehen

Suchmaschinen scannen den Inhalt einer Website und bestimmen dadurch die Relevanz für eine Suchanfrage. Sie können zwar die Inhalte lesen, aber nicht zwingend feststellen, was diese Inhalte eigentlich bedeuten. An dieser Stelle kommt Schema.org ins Spiel: Das zusätzliche Markup, das für den Besucher völlig unsichtbar bleibt, teilt den Crawlern mit, welche Art von Inhalt vorliegt und wie diese Inhalte zusammenhängen. Schema.org ist ein Projekt unter Beteiligung der drei großen Suchmaschinen Google, Bing und Yahoo, das bestimmte Inhaltstypen definiert. Diese Inhaltstypen haben Eigenschaften, die Suchmaschinen entsprechend auslesen können. So hat der Inhaltstyp Person einen Namen, eine Adresse oder eine Telefonnummer. Ein Produkt hat einen Namen, eine Beschreibung und einen Preis. Wie detailliert diese Daten angegeben werden, bleibt dem Betreiber der Website überlassen.

Beispiel: Einen Film mit Mikrodaten auszeichnen

Als Beispiel für die Auszeichnung mit Mikrodaten nutzen wir einen Film. Das Markup ohne Mikrodaten lautet bisher wie folgt:

<div>
  <h1>2001 - Odyssee im Weltraum</h1>
  <span>Regisseur: Stanley Kubrick (*26.07.1928)</span>
  <span>Science Fiction</span>
  <a href="../trailer/2001.html">Trailer</a>
</div>

Reichern wir das Markup nun mit zusätzlichen Mikrodaten an, können Google und Co. wesentlich mehr Informationen erkennen.

<div itemscope itemtype="http://schema.org/Movie">
  <h1 itemprop="name">2001 - Odyssee im Weltraum</h1>
  <div itemprop="director" itemscope itemtype="http://schema.org/Person">
    Regisseur: <span itemprop="givenName">Stanley</span> <span itemprop="familyName">Kubrick</span> (*<span itemprop="birthDate">26.07.1928</span>)
  </div>
  <span itemprop="genre">Science Fiction</span>
  <meta itemprop="inLanguage" content="deutsch" />
  <a href="../trailer/2001.html" itemprop="trailer">Trailer</a>
</div>

Ein Itemscope endet immer automatisch mit dem schließenden HTML-Tag, die Daten außerhalb werden, auch wenn sie richtig ausgezeichnet sind, von den Crawlern nicht mehr in einen gemeinsamen Zusammenhang gebracht. Zwar müssen wir an einigen Stellen das Markup anpassen, verwenden dazu aber <div>- und <span>-Elemente, die zum einen das Styling der Seite nicht verändern, zum anderen keine eigene semantische Bedeutung haben . Zusätzlich zu den sichtbaren Daten gibt es außerdem die Möglichkeit mit meta-Tags weitere Informationen hinzuzufügen, allerdings nur als Zusatz, die Daten sollten in der Regel auf der Website sichtbar sein.

Referenzieren und verknüpfen

Oftmals kommt es vor, dass bestimmte Inhalte semantisch zusammenhängen, aber kein Eltern-Kind-Verhältnis besteht und die Daten vom Crawler nicht mehr als zugehörig betrachtet werden. Es besteht dann die Möglichkeit, dass im Itemscope ein anderes Element referenziert wird:

<div itemscope itemtype="http://schema.org/Person" itemref="elementId">
  <!— Einige Daten zu der Person —>
</div>

<div id="elementId">
  <span itemprop="birthDate">26.07.1928</span>
  <span itemprop="deathDate">07.03.1999</span>
</div>

Der Crawler erkennt dann die Daten, die außerhalb des eigentlichen Itemscope stehen, als Teil des Inhalts. Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass nur der Itemscope, zu dem diese Informationen auch gehören, das Itemref-Attribut besitzen darf.
Die Verknüpfung mit anderen Elementen macht dabei nicht auf derselben Seite halt. Mit dem Itemid-Attribut lässt sich ein Element mit Daten verknüpfen, die sich nicht auf der gleichen Seite befinden. Die Itemid muss dabei immer die Form einer URI haben und ist nicht an Websites gebunden. Ein Buch lässt sich beispielsweise mit seiner ISBN verbinden:

<div itemscope itemtype="http://schema.org/Book" itemid="urn:isbn:0-000-00000-0">
</div>

Es bestehen also zahlreiche Möglichkeiten eine Website mit zusätzlichen Daten zu versehen und so für Suchmaschinen besser durchsuchbar zu machen, es ist allerdings nicht immer nötig, sämtliche Angaben zu hinterlegen. Zwar hat sich gezeigt, dass mehr Angaben auch zu einem größeren Erfolg führen, hierbei sollte aber auch immer beachtet werden, in wie weit die Arbeit für ein geringfügig besseres Ergebnis noch gerechtfertigt ist. Denn gerade wenn man versucht, möglichst detaillierte Angaben zu machen und zu verknüpfen, kann das Thema strukturierte Daten enorm komplex werden.